Die Anschaffung des modernsten Rettungsfahrzeugs im Wert von rund 1,12 Millionen Euro – unterstützt durch eine Zuwendung in Höhe von 150.000 Euro aus Mitteln der Feuerschutzsteuer – stellt eine bedeutende Investition in den Schutz der Bürgerinnen und Bürger sowie in die Leistungsfähigkeit der Möllner Einsatzkräfte dar.
Blick zurück und nach vorn: Würdigung des Ehrenamts
Die Veranstaltung begann am frühen Abend mit musikalischen Klängen des Spielmannszuges der FFW Mölln, bevor Gemeindewehrführer Sven Stonies die anwesenden Gäste begrüßte. In einer gemeinsamen Ansprache würdigten Bürgervorsteherin Katharina Fiedermann und Bürgermeister Ingo Schäper die Verdienste der Ehrenamtlichen sowie die Bedeutung des neuen Einsatzfahrzeugs.
Ein besonderer Blick galt dabei der Vorgängerin: Seit Dezember 2006 war die bisherige Drehleiter fast zwei Jahrzehnte lang im Dienst der Eulenspiegelstadt im Einsatz. In dieser Zeit haben sich nicht nur die städtebaulichen Strukturen und die Anforderungen an die Feuerwehr verändert, sondern auch die Technik hat enorme Fortschritte gemacht. Nach knapp 20 Jahren treuer Dienste tritt die alte Drehleiter nun den wohlverdienten Ruhestand an.
Bürgervorsteherin Fiedermann unterstrich in ihren Worten die geschlossene Haltung der kommunalen Gremien bei der Beschaffung: „Sicherheit ist keine Selbstverständlichkeit und eine gut ausgestattete Feuerwehr kein Luxus. Die Stadtvertretung trägt die Verantwortung dafür, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen.“ Zudem wurde betont, dass das wertvollste Element der Feuerwehr nicht auf vier Rädern stehe, sondern die Menschen seien, die sich Tag und Nacht ehrenamtlich in den Dienst der Allgemeinheit stellen. Bürgermeister Schäper richtete seinen Dank neben der Feuerwehr auch ausdrücklich an die Familien, Partner und Arbeitgeber der Einsatzkräfte, deren verlässlicher Rückhalt dieses Engagement erst ermögliche.
Direkt im Anschluss an die gemeinsamen Ansprachen von Bürgervorsteherin Katharina Fiedermann und Bürgermeister Ingo Schäper erfolgte die symbolische Schlüsselübergabe an Gemeindewehrführer Sven Stonies.
Höhere Leistung und modernste Technik
Gemeindewehrführer Sven Stonies blickte auf den intensiven Entstehungsprozess zurück. Nach der Ausarbeitung des Anforderungsprofils durch eine Arbeitsgruppe der Freiwilligen Feuerwehr im Jahr 2024 erfolgte im April 2025 die europaweite Ausschreibung. Den Zuschlag erhielten die Firmen Rosenbauer und Kraft, die das Projekt bis zur erfolgreichen Auslieferung fachkundig begleiteten. In seiner Ansprache sprach Stonies der Stadtvertretung, der Verwaltung, den ausführenden Unternehmen sowie der feuerwehrinternen Arbeitsgruppe und allen Ausbildenden seinen ausdrücklichen Dank für die hervorragende Zusammenarbeit aus.
Die technische Weiterentwicklung gegenüber dem Vorgängermodell ist beträchtlich:
Reichweite & Kapazität: Die neue Drehleiter verfügt über eine Arbeitshöhe von bis zu 32 Metern.
Rettungskorb: Der neue Korb bietet Platz für bis zu 5 Personen bzw. eine Zuladung von 500 kg (im Vergleich zum Vorgänger mit 3 Personen und 270 kg).
Ausstattung: Ein leistungsfähiger Wasserwerfer sowie modernste Steuerungstechnik gewährleisten effektive Hilfeleistungen auch in engen Straßenräumen oder bei komplexen Einsatzlagen.
Nach der Übernahme des Fahrzeugs im Werk in Karlsruhe durch Einsatzkräfte der Möllner Wehr schloss sich eine intensive Ausbildung der beteiligten Kameradinnen und Kameraden an.
Symbolische Schlüsselübergabe und Praxistest in luftiger Höhe
Zahlreiche befreundete Wehren und Vertreter der Möllner Blaulichtfamilie vom THW, dem DRK und der DLRG, sowie des Kreisfeuerwehrverbandes erwiesen der Feuerwehr Mölln die Ehre und überbrachten ihre Glückwünsche, darunter der stellv. Kreiswehrführer, die städt. Gemeindewehrführer aus Geesthacht, Lauenburg, Schwarzenbek u. Ratzeburg, sowie die Wehrführungen der Nachbargemeinden und eine Abordnung der Feuerwehr Wittenburg.
Den eindrucksvollen Höhepunkt bildete schließlich der anschließende Praxistest in luftiger Höhe: Für Bürgermeister Ingo Schäper und Bürgervorsteherin Katharina Fiedermann ging es im Rettungskorb der neuen Drehleiter gemeinsam nach oben. Da Höhen in der Realität meist deutlich imposanter wirken als auf dem Papier, wurde der Aufstieg bei einer Höhe von 18 Metern vorerst gestoppt – auch wenn das neue Einsatzfahrzeug technisch Spitzenhöhen von bis zu 32 Metern ermöglicht.
Mit weiteren musikalischen Darbietungen des Spielmannszugs klang der Festakt aus.
Die Stadt Mölln wünscht der Freiwilligen Feuerwehr mit der neuen Drehleiter stets eine erfolgreiche Dienstzeit und vor allem eine wohlbehaltene Rückkehr von allen Einsätzen.