Ein Gemeinschaftsprojekt von Anfang an
Der Anstoß zur Umgestaltung entstand bereits 2024, als veraltete Spielgeräte saniert werden mussten. Zeitgleich schlossen sich verschiedene Akteure zusammen, um bestehende Spielflächen im Stadtgebiet auf Barrierefreiheit zu prüfen. Angehende Erzieherinnen und Erzieher des Berufsbildungszentrums (BBZ) erarbeiteten gemeinsam mit Kindern der integrativen Kita Schneiderschere sowie Bewohnern des Don-Bosco-Hauses ein praxistaugliches Konzept für alle Alters- und Fähigkeitsklassen.
Auch die Namensfindung lag in den Händen der Jugend: Der Kinder- und Jugendbeirat (KJB) rief zu Abstimmungen auf, aus denen der Name „ElefantI“ hervorging – eine Anspielung auf den bisherigen Bekanntheitsgrad als Elefantenspielplatz, kombiniert mit einem hervorgehobenen „I“ für Inklusion.
Danksagung von Bürgermeister Ingo Schäper
Bürgermeister Ingo Schäper betonte im Rahmen der Eröffnung die vorbildliche Zusammenarbeit aller Partner und richtete einen ausdrücklichen Dank an sämtliche Beteiligten:
„Ein solches Leuchtturmprojekt gelingt nur, wenn alle an einem Strang ziehen. Deshalb danke ich dem Projekt ‚Mölln Inklusiv‘, dem Don Bosco-Haus, dem Lebenshilfewerk (LHW) sowie allen ehrenamtlichen Paten und der Lenkungsgruppe für ihr großes Engagement. Nicht zuletzt gilt unser Dank den Förderern – der Aktion Mensch und der Staatskanzlei Kiel –, die dieses Vorhaben finanziell ermöglicht haben. Mein Dank gilt natürlich auch der Möllner Politik für die breite Unterstützung sowie dem Fachdienst Stadtgrün und dem städtischen Baubetriebshof für die hervorragende Planung und bauliche Umsetzung.“
Spielgeräte und barrierefreie Ausstattung
Bei den installierten Geräten und der Infrastruktur steht das gemeinsame Erleben im Vordergrund:
Barrierefreie Spielgeräte: Eine rollstuhlgerechte Rampe führt zum zentralen Klettergerüst. Zudem bieten ein inklusives Karussell und spezielle Schaukeln gemeinsame Spielmöglichkeiten für Kinder mit und ohne Beeinträchtigung.
Sinnes- und Kommunikationselemente: Haptische Bausteine, ein großes Outdoor-Xylophon sowie eine barrierefreie Kommunikationstafel ermöglichen es auch sprachlich eingeschränkten Kindern, sich über Symbole verständlich zu machen.
Nachhaltige Bauweise: Sämtliche Spielgeräte wurden aus langlebigem Robinienholz und weitere Elemente wie Bodenschutzplatten aus Recycling-Kunststoff gefertigt sowie auf unversiegeltem Boden errichtet. Die Herstellung erfolgte nach CO₂-neutralen Standards.
Geprüfte Sicherheit: Die Anlage wurde vom TÜV abgenommen und als zertifizierter inklusiver Spielplatz freigegeben.
Positives Fazit der Beteiligten
Bei der Eröffnung zeigten sich Vertreter der Politik, der Stadtverwaltung sowie der beteiligten Verbände erfreut über das Ergebnis. Das Projekt wertet nicht nur den Sozialraum auf, sondern zeigt, wie erfolgreiche Inklusion durch die Zusammenarbeit lokaler Träger in der Praxis gelingen kann. Für die Zukunft ist zudem eine Erweiterung des Areals um Calisthenics- und Fitnessgeräte mit barrierefreien Modulen geplant.