Möllner Vereine und Organisationen setzen ein starkes Zeichen für den Kinderschutz | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Mit dem neuen Kinderschutzkodex für Mölln schaffen die Möllner Vereine, Verbände und Organisationen eine gemeinsame Grundlage für mehr Sicherheit, Achtsamkeit und Verantwortung. Ein wichtiger Schritt für den Schutz von Kindern, Jugendlichen, Menschen mit Behinderungen und weiteren vulnerablen Gruppen – und für ein starkes, wertschätzendes Ehrenamt.

Möllner Vereine und Organisationen setzen ein starkes Zeichen für den Kinderschutz

Mölln lebt vom Ehrenamt. Ob im Sport, in der Kultur, in der Kinder- und Jugendarbeit, im sozialen Bereich oder in vielen anderen Feldern – zahlreiche Menschen engagieren sich mit viel Zeit und Herzblut für unsere Stadt und ihre Gemeinschaft.

Wo Menschen Verantwortung für andere übernehmen, braucht es ein Umfeld, in dem sich alle sicher, respektiert und gut aufgehoben fühlen. Besonders dort, wo Kinder, Jugendliche und weitere vulnerable Gruppen begleitet und betreut werden, ist der Schutz vor Gewalt, Grenzverletzungen und Diskriminierung eine gemeinsame Verantwortung.

Unter dem Dach von „Möllner Ehrensache – Gemeinsam für das Ehrenamt“ wurde deshalb ein gemeinsamer Kinderschutzkodex für Mölln entwickelt. Die Ehrenamtskoordinatorin der Stadt Mölln hat diesen Prozess gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern der Möllner Vereinskultur begleitet und vorangetrieben.

In die Erarbeitung sind die unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven der beteiligten Vereine und Organisationen eingeflossen. Entstanden ist ein Kodex, der als gemeinsame Grundlage für die Möllner Vereinslandschaft dienen soll.

Der Kinderschutzkodex soll dazu beitragen, Gewalt, Grenzverletzungen, Machtmissbrauch und Diskriminierung vorzubeugen. Gleichzeitig setzt er ein klares Zeichen für eine Kultur des Hinsehens, der Achtsamkeit und der gegenseitigen Verantwortung.

Im Mittelpunkt stehen gemeinsame Grundsätze wie Respekt, Wertschätzung, die Achtung persönlicher Grenzen sowie ein verantwortungsvoller Umgang mit Nähe und Distanz.

Der Kodex ersetzt dabei nicht die bestehenden Schutzkonzepte der einzelnen Vereine und Organisationen, sondern ergänzt diese durch einen gemeinsamen Rahmen.

Das Ziel ist eine gemeinsame Haltung für ganz Mölln: Unabhängig davon, ob ein Verein groß oder klein ist und in welchem Bereich er tätig ist, sollen Kinder, Jugendliche, Menschen mit Behinderungen und weitere vulnerable Gruppen auf eine Kultur des Respekts und des Schutzes treffen.

Die Vereine und Organisationen sind aufgerufen, sich zu den Grundsätzen des Kodex zu bekennen und diese aktiv in ihrem Vereinsalltag umzusetzen. Als sichtbares Zeichen erhalten die teilnehmenden Vereine und Organisationen eine Urkunde, die beispielsweise in den Vereinsräumen ausgehängt werden kann.

Ehrenamtlich Tätige, die regelmäßig mit Kindern, Jugendlichen, Menschen mit Behinderungen oder anderen vulnerablen Gruppen arbeiten, legen ein erweitertes Führungszeugnis vor, die Beantragung ist mit dem einheitlichen Formular für Ehrenamtliche beim Bürgerservicebüro kostenlos möglich. Kinderschutz ist jedoch mehr als ein Führungszeugnis oder ein unterschriebenes Dokument. Es geht darum, aufmerksam zu sein, Grenzen zu respektieren, Fragen zuzulassen und den Mut zu haben, hinzuschauen und Dinge anzusprechen.

Die Entwicklung des Kinderschutzkodex zeigt, was möglich ist, wenn Menschen aus unterschiedlichen Vereinen und Organisationen zusammenarbeiten und ihre Erfahrungen miteinander teilen.

„Ein besonderer Dank gilt allen Mitgliedern der Arbeitsgruppe, die sich mit ihren Erfahrungen, Ideen und ihrer Zeit eingebracht haben. Die unterschiedlichen Perspektiven aus der Möllner Vereinslandschaft haben wesentlich dazu beigetragen, diesen gemeinsamen Kodex zu entwickeln“, so die Ehrenamtskoordinatorin Cornelia Thorhauer.

„Der Kinderschutzkodex soll kein Papier sein, das in einem Ordner verschwindet. Er soll im Alltag unserer Vereine ankommen und gelebt werden. Dafür braucht es möglichst viele Vereine und Organisationen, die sich zu diesem gemeinsamen Weg bekennen.“

Je mehr Möllner Vereine und Organisationen sich dem Kodex anschließen, desto stärker wird das gemeinsame Zeichen für Schutz, Respekt und ein verantwortungsvolles Miteinander.

Der Kinderschutzkodex ist damit ein wichtiger Schritt für eine starke und verantwortungsbewusste Ehrenamtskultur in Mölln.

Weitere Infos gibt es bei:
Cornelia Thorhauer
Telefon: 04542 / 803-131
E-Mail: cornelia.thorhauer@moelln.de